Gast, der: Ein Gast bei den →Pfadfindern ist jemand, der relativ frisch dabei und weder →Wölfling noch →Jungpfadfinder ist. Der Gast orientiert sich erst einmal in →Stamm und →Sippe und diese Zeit wird ihm auch gelassen. Zu Fahrten und Lagern darf der Gast aber selbstverständlich mitfahren – schließlich möchten wir, dass er das toll findet, bei uns bleibt und auch →Pfadfinder wird.

Getier, das: Auf →Fahrt und →Lager wirst du auf allerlei Getier stoßen – nicht nur auf die großen Tiere wie Rehe, Hirsche, Elche, Hasen, Füchse und eventuell auch Bären, sondern vor allem auf kleines Geviech: Ohrenkneifer, Spinnen, Käfer, Ameisen, Grashüpfer, Nacktschnecken, Mäuse oder Kröten. Diese und andere possierliche Tierchen bevölkern mitunter deine →Kohte. Das hört sich jetzt zwar etwas komisch an, wenn du aber erst einmal auf →Lager bist, stört dich das eigentlich gar nicht mehr; denn: DAS gehört dazu und DU gehörst dazu. Erst wenn deine Mutter zu Hause deinen →Rucksack auspackt und du hörst laute Schreie, dann weißt du, dass du einige Waldbewohner aus Versehen mit nach Hause gebracht hast, weil sie es sich in deinem →Rucksack bequem gemacht haben. Deine Mutter findet das natürlich fürchterlich und gruselig – aber deine Mutter gehörte ja auch NICHT dazu…

Gilwell-Park, der: Dieser Park wurde den Pfadfindern der Welt 1919 zum Geschenk gemacht. Er befindet sich bei London und dient als Ausbildungszentrum für Gruppenleiter. Wer diese Ausbildung genossen hat, erhält anschließend eine Auszeichnung: Zwei Holzstückchen an einer Lederkette, das sogenannte →Woodbadge. Pfadfinder mit Woodbadgeabzeichen haben es wirklich drauf und müssten theoretisch hoch geachtet werden;  aber leider haben im →Stamm Mauritius Orden keine Bedeutung, sondern nur die Menschen hinter dem Lametta.

Gitarre, die: Die Gitarre ist auf nahezu jeder Pfadiaktion dabei. Sie gibt den Ton bei den →Singerunden an und tröstet oftmals über mangelnde Sangeskünste hinweg. Ohne Gitarrenklänge wäre ein →Lager wie ein Sommer ohne Vogelstimmen: Seltsam – da würde was fehlen…

 

Gott und die Welt: Gott und die Welt heißt bei uns eine regelmäßig stattfindende →Sippenstunde der Älteren, die alle möglichen Themen aus Gesellschaft, Politik, Religion oder Pfadfinderei beinhaltet. Die →Älteren des →Stammes treten dann in einen Diskurs über eben diese Themen. Da alles irgendwie mit allem zusammengehört, halten es die →Älteren von →Mauritius für notwendig, regelmäßig über den Tellerrand hinauszuschauen, um dadurch ein umfassendes Bild der Gesellschaft mit all ihren Facetten zu erlangen: Denn nur so kann es möglich sein, Christen der Tat zu werden und in den →Sippen und im →Stamm ein differenziertes Weltbild zu vermitteln. Darüber hinaus ist dieses Handeln fester Bestandteil unserer →Bundesordnung.

Gut Jagd! Der aufgenommene →Pfadfinder sagt →„Gut Pfad!“. Der →Wölfling hingegen sagt „Gut Jagd!“. Gut Jagd ist also der Gruß des →Wölflings.