Osterwanderung, die: Die →Älteren des →Stammes →Mauritius pflegen seit vielen Jahren die Tradition der Osterwanderung. Dabei sahen sie schon das schöne Ostfriesland, den Dümmer oder den Deister, um nur einige Beispiele zu nennen. Während dieser Wanderung werden gewisse Rituale eingehalten. Eine Fraktion der Gruppe beklagt sich bereits vor der Wanderung bitter über die bevorstehenden Strapazen und preist mit glühender Inbrunst die Vorzüge einer geruhsamen Taxifahrt. Eine andere Teilgruppe betont ausdrücklich ihre neueste Entdeckung gegen →Blasen an den Füßen,  beispielsweise handgenähte Wanderschuhe oder →Nylondamensocken. Dieses Grüppchen hat dann bereits nach drei Kilometern beträchtliche Fußschwierigkeiten. Und dann gibt es noch die Gruppe, die nicht jammert und stoisch wandert – und am Zielort stumpf zusammenbricht. Während der Wanderung wird die Zeit für eine →Andacht genutzt und auch gesellschaftliche Themen wurden schon besprochen. Nach der Zielankunft ruht sich die Gruppe kurz aus, um dann in den Abend zu schreiten und den Tag harmonisch ausklingen zu lassen. Eines jedoch ist bei Osterwanderungen absolut tabu: Gebirge. Jegliche Steigung lässt den gemeinen →Älteren sofort in einen Zustand des Jammerns, des Elends und des Leidens verfallen. Ziel der Osterwanderung ist also immer eine flache Ebene.