Penntüte, die: Tja; „Schlafsack“. Einfach: Schlafsack. Warum Penntüte, wenngleich „Schlafsack“ doch ein viel kürzeres Wort ist? Das bleibt ein Mysterium. Wahrscheinlich sagen die gleichen Leute Penntüte, die auch „Schlepptop“ zu Laptop sagen oder „zum Bleistift“, wenn sie „zum Beispiel“ sagen wollen.

Petro, die: Die Petro ist Ausdruck des ultimativ bequemen →Pfadis: Er sagt nicht einmal mehr das allgemein geläufige Wort →“Petrofunzel“ oder gar die korrekte Bezeichnung „Petroleumlampe“: „Mach ma ne Petro an!“; ist das cool? Oder eher faul?  Egal: Die Hauptsache ist doch, dass man im Dunkeln etwas sieht. Denn →Taschenlampen sind bei uns sehr verpönt…

Petrofunzel, die: Anderes Wort für „Petroleumlampe“. Die Petrofunzel erhellt die dunklen Nächte; in den →Schwarzzelten, ohnehin nicht gerade ein Ort des Lichts, ist es nachts nahezu stockduster – ohne Petrofunzel bist du dann aufgeschmissen obwohl nee, sagen wir es doch: Am Arsch bist du! Kannst nicht mal nachsehen, ob sich Viechzeugs in deinem Schlafsack eingenistet hat oder Wasserlachen dort aufgetaucht sind, wo du normalerweise deine Klamotten hinlegst. Also: Ein Hoch auf die Petrofunzel! Obwohl sie als „Petroleumlampe“ genauso gut funktionieren würde…

Pfingstlager, das: Das Pfingstlager, auch PfiLa genannt, findet jedes Jahr zu naaa?richtig: Pfingsten statt. Meistens treffen sich dort die →Stämme des →Gaus, es gibt aber auch PfiLas der →Landesmark oder des →Bundes. Der →Pfadfinder MUSS auf →Fahrt und →Lager gehen; es ist ein Zwang, er kann nicht anders, es ist seine Bestimmung – hier trifft er sich mit anderen →Pfadis und erlebt von Freitag bis Montag genau das, was so ein →Lager ausmacht: →Lagerfeuer, →Stockbrot, →Geländespiel, →Gottesdienst und so weiter. Nach dem Pfingstlager kommt der →Pfadi dann montags am Nachmittag schmutzig und stinkend nach Hause; sofort  duscht er sich und fällt anschließend in einen tiefen, tiefen Schlaf, der drei Tage währt…

Pitt, das: Andere Bezeichnung für Nutella oder eher Nuss-Nougat-Creme; schließlich sind →Pfadfinder Pfennigfuchser und Sparkönige. Das muss auch so sein, da ja sonst eventuell nicht alle Kinder mitfahren könnten, weil die →Fahrt zu teuer wäre. Daher ist der gemeine →Pfadfinder der beste Kunde von →ALDI. Und dort gab es in den 80ern eine Nussnougatcreme namens „Pitt“; deshalb hörte man zu der Zeit zum Frühstück häufig „Eima Pitt hier!“ oder gar „Gibsuma s Pitt rüboh?“ Heutzutage heißt die besagte Creme „Nutoka“; das sagt jedoch kaum jemand: Viel zu lang…

Poncho, der: Der Poncho ist zwar auch ein durchaus gängiges Bekleidungsstück vieler Andenbewohner, in unserem Falle ist der Poncho jedoch ein großer Umhang der Bundeswehr, der nicht nur Mensch, sondern auch →Rucksack bei Regen trocken halten soll. Der Poncho kann zudem als Schlafunterlage genutzt werden, als Picknickdecke oder als Sonnenschutz. Allgemein ist der Poncho olivgrün. Man kann über die Bundeswehr sagen und denken, was man will, aber beim Poncho hat sie wirklich mal was Nützliches und Sinnvolles geschaffen.